Meine intuitive und mediale Wahrnehmung führte eine meiner Klientinnen und mich letzte Woche zum Thema „Selbstaufgabe und Selbstliebe“.
Ich spürte, dass dies ein ganz großes, verstecktes, wie auch sensibles Thema für sie war, welches wir nach einem intensiven Gespräch an die Oberfläche bringen konnten, um daran zu arbeiten.
Sicher fragen sich jetzt viele Frauen und auch Männer – Selbstliebe? – wie soll das gehen? Was muss ich da machen?
Berechtige Frage! Die ich letzte Woche tatsächlich nicht mit 2 Sätzen einfach erklären konnte.
Warum haben wir zum Thema Selbstliebe so wenig Bezug?
Dieses Thema ist keine Generationsfrage, sondern trifft sehr viele Menschen.
Wir sind von klein auf konditioniert uns über Leistung, Anpassung und die Erwartungen, die Andere an uns haben, zu definieren.
Kritische Stimmen aus dem Umfeld – und später die eigene, innere Stimme des Kopfes – sind oft lauter als Gefühl und Selbstannahme.
Nicht nur in der neueren Zeit, sondern bereits seit vielen Jahrzehnten wird unsere Gesellschaft immer schnelllebiger und der Blick nach Außen ständig gefördert, während unsere Verbindung nach Innen und zu uns selbst kaum Raum bekommt.
Alte Erfahrungen, Verletzungen oder das Gefühl „nicht oder nie genug zu sein“, können das Vertrauen zu sich selbst zusätzlich schwächen.
So entsteht eine Distanz zum eigenen Wesen, zu unseren Wünschen und Bedürfnissen und unser wunderschönen Innenwelt.
Wir haben Selbstliebe schlichtweg nie gelernt.
Was ist also Selbstliebe?
Selbstliebe und Selbstannahme sind die Voraussetzungen für ein vollkommenes Leben in Harmonie und Frieden.
Das heißt im Einklang mit sich selbst, seinen Mitmenschen und seiner Umwelt zu leben und sich, als auch Andere in Harmonie liebevoll anzunehmen.
Ein Mensch, der sich selbst liebt, liebt auch Andere.
Er liebt das Leben.
Er liebt alle Tiere.
Er liebt Mutter Erde mit ihrer Umwelt und Natur.
Er lebt gütig und in Fülle.
Selbstliebe ist jedoch nicht mit Egoismus zu verwechseln!
Selbstliebe ist die eigene Anbindung an die gute Quelle, an die eine Kraft im Universum und die Annahme des reinen Selbst – der, der man wirklich ist.
Dann können wir unser reines Selbst ehren, würdigen und lieben.
Können Sie die Frage, ob Sie sich selbst lieben aus vollem Herzen mit JA beantworten?
Aber hinterfragen Sie sich dabei – lieben Sie ihr wirkliches Selbst oder Ihr Ego?
Wir sollten aber nicht in die Falle tappen und unser Ego verfluchen und jeden Teil unseres Selbst als abgespalten betrachten.
Unser Körper ist unser Tempel und wir sollten ihn mit Respekt und Zuwendung pflegen, dann ist es eine Freude für unseren Geist und unsere Seele darin zu wohnen.
Das heißt auch auf die Signale unseres Körpers zu achten und Krankheiten als Chance zur Veränderung zu sehen.
Lesen Sie dazu auch meinen Blogbeitrag: „Kann Krankheit ein Segen sein?“
Weiterhin wichtig ist auch ein achtsamer und liebevoller Umgang mit sich selbst.
Dazu gehört es auch sinnlich zu leben, d.h. mit allen Ihren Sinnen das Leben wahrzunehmen und zu genießen.
Sie fragen sich jetzt was ich damit meine?
Ein Beispiel: Statt Ihr Pausenbrot nebenher irgendwie zu essen, sollten Sie sich bewusst Zeit und Aufmerksamkeit für diese Mahlzeit nehmen.
Fühlen Sie die Textur des Brotes, riechen Sie daran und schmecken Sie einmal mit geschlossenen Augen.
Dieses kleine Erlebnis wird anders sein und sollten Sie täglich praktizieren, denn es sind diese kleinen, oft unscheinbaren Dinge, die die Magie zurückbringen.
Denn damit bringen Sie sich selbst Wertschätzung entgegen und wenn Sie sich selbst wert fühlen Ihr Leben sinnlich und achtsam zu gestalten, dann kommt Fülle, Glück und Gesundheit fast von allein.
Je mehr wir im Mangelbewusstsein leben, je mehr glauben wir, wir müssten etwas im Außen ändern, verbessern oder optimieren, je mehr stecken wir irgendwann in einer Sackgasse fest.
Wir sollten diese „Scheinwelt“ verlassen und unser Bewusstsein zum Positiven verändern.
Wie funktioniert Bewusstseinsveränderung?
Indem wir unsere Gedanken und Glaubenssätze bewusst trainieren.
Alte Überzeugungen versus Neue Überzeugungen
| Man kann im Leben nicht alles erreichen | Ich erreiche im Leben, was immer ich erreichen will |
| Erfolg zu haben, ist mühsam | Erfolgreich sein macht Freude |
| Krankheiten sind nun mal unvermeidbar | Die Harmonie meines Bewusstseins bestimmt meine Gesundheit |
| Man wird im Leben immer wieder enttäuscht | Ich gestalte frei die Umstände meines Lebens – ich kann es leicht oder schwer nehmen |
| Seinem Schicksal kann man nicht entrinnen | Ich bestimme mein Schicksal selbst |
| Mit dem Alter kommen die Beschwerden | Man fühlt sich so jung, wie man sich fühlt |
Wenn wir unser Bewusstsein verändern, dann erfahren wir auch wieder Dankbarkeit und Freude, denn das sollte unser Leben ausmachen.
Anbei noch weitere Bekräftigungen, die Sie sich zu Herzen , ins Bewusstsein nehmen und wirklich glauben sollten.
- es gibt immer eine Lösung
- ich kann diese Aufgabe JETZT lösen
- ich bekommen rechtzeitig alles, was ich wirklich brauche
- alles will mir nur dienen und helfen
- ich erkenne und nutze meine Chancen
- das Leben ist ein Spiel und macht Freude
- die Welt bietet überall Fülle
- es gibt grenzenlos viele interessante Möglichkeiten in meinem Leben
Klingt zu schön um wahr zu sein?
Es kann wahr werden, wenn Sie ihr Bewusstsein schulen und dabei bewusst Abstand von Zweiflern, Nörglern und Menschen nehmen, die noch in alten Denkmustern und Prägungen verhaftet sind.
Es ist hart, aber diese Menschen werden Sie nicht weiter bringen, sondern wieder zurück in das Mangelbewusstsein ziehen und damit ziehen Sie weder Freude noch Dankbarkeit an.
Keine Frage: das ist keine leichte Aufgabe!
Aber Sie dürfen NEIN sagen.
Ein Nein ist der erste Schritt zur Freiheit.
Ein Nein zu Erwartungen und Rollen.
Ein Nein zu dem, was uns erschöpft.
Ein Nein zu äußeren Ansprüchen – und damit ein JA zu uns selbst.
Spiegeln Sie sich einmal bewusst was Sie bisher erreicht haben, wo Sie schon erfolgreich waren und wie reich Ihr Leben derzeit schon ist.
(Damit ist natürlich keine Karriereleiter gemeint.)
Was ist das Ziel der Selbstliebe?
Das große Ziel ist ein erfülltes Leben in Güte, Genuss und Sinnlichkeit zu leben.
Denn alles Arge ist nur ein Trugbild und kann durch gelebte Güte aufgelöst werden. Dann gibt es nichts Böses mehr, was den Geist erschrecken könnte und wir können wieder die schönen Dinge im Leben bewusster wahrnehmen.
Der Weg dahin ist eine Reise und sicher keine leichte, aber es lohnt sich.
Lassen Sie Ihrer Seele wieder den Raum, den Sie braucht und kommen Sie wieder in Ihr eigenes Vertrauen zurück, um Heilung überhaupt zu ermöglichen und die kleinen und auch großen Wunder dieser Welt mit neuen Augen sehen zu können.
Kleine Dinge, da reicht schon die Tasse Kaffee am Nachmittag oder am Morgen, sollten zelebriert werden, d.h. besonders genussvoll mit allen Sinnen wahrgenommen werden.
Warum fragen Sie sich?
Weil wir in unserem Alltag damit kleine magische Momente der Stille und Ruhe nur für uns schaffen können und damit einen Ausstieg aus dem ewigen Hamsterrad und der Scheinwelt haben.
Damit leben wir eigenverantwortlich und können wieder wirkliche Freude im Leben erfahren.
Sind im Einklang mit uns selbst und dürfen uns auch wert fühlen diese Freude zu genießen.
Gibt es auch ein Aber?
Es kommt darauf an…
Natürlich gibt es hier und da ein Aber, denn es wird in Ihrer Entwicklung nicht ausbleiben, dass das nähere Umfeld darauf mit Ablehnung reagiert oder sich schlicht nicht mit Ihnen weiter entwickelt.
Es gehört also eine gewisse Disziplin dazu sich nicht wieder in den „Kreisverkehr“ mit einzureihen und wieder ins Jammern, Nörgeln und Meckern zu kommen, was ohne Frage teilweise ein Volkssport ist.
Bleiben Sie in Ihrem Vertrauen in Ihren Weg und in Ihrer Selbstliebe.
Suchen Sie nicht die Schuld bei Anderen, sondern versuchen Sie jeden Tag bewusst in Dankbarkeit zu erleben.
Denn je mehr Sie gefühlsmäßig und gedanklich wieder ins Negative abrutschen, desto mehr ziehen Sie auch Negatives an.
Sagen Sie gedanklich also laut STOPP und fokussieren Sie sich auf die schönen Dinge.
Sie dürfen auch laut aussprechen, dass jetzt ein neues Thema dran ist, um dem Negativen ein Ende zu setzen.
Schlagen Sie am besten direkt ein Thema vor, denn den meisten Menschen, fällt bei dem Satz „erzählen Sie doch mal etwas Positives!“ nichts ein und eine peinliche Stille tritt ein.
Sie können auch etwas ganz Banales in den Raum werfen, z.B. letzte Woche hab ich Tomaten gepflanzt.
Sie werden überrascht sein wie viele plötzlich etwas beizutragen haben.
Sie haben es in der Hand, es ist Ihr Leben!
Beste Grüße