Die Weihnachtszeit ist noch nicht allzu lange vorbei und es gehört zur Tradition, dass in dieser Zeit gern und viel Weihnachtslieder gesungen oder zu mindestens gehört werden.
Was den Rest des Jahres angeht, sieht es doch eher „mau“ aus, was tägliches Singen oder auch musizieren angeht.
Natürlich ist nicht jeder musikalisch und fühlt sich dazu berufen ein Instrument erlernen zu wollen, von der Anschaffung eines Instrumentes und den Kosten für Musikunterricht einmal abgesehen.
Doch zum Singen brauchen wir weder das eine noch das andere!
Unsere eigene Stimme haben wir schließlich immer dabei!
Doch singen wir deswegen auch?
Tägliches Singen ist in unserer heutigen Zeit seltsam abhanden gekommen.
Sicher gibt es noch etliche Menschen, die jeden Sonntag einen Gottesdienst besuchen und dort auch fleißig die Kirchenlieder mitsingen.
Aber angesehen davon? Hand auf´s Herz: wann singen Sie mal?
Die tägliche Musik
Im Alltag werden wir von Musik fast dauerbeschallt: in Geschäften, im Auto, im Fahrstuhl, im Fernsehen – gleich ob Film, Dokumentation oder gar Werbung- und durch unsere eigenen Kopfhörer .
Nichts kommt ohne ansprechende Musikuntermalung aus!
Selbst Handys wollen mittels Musikkompositionen auf verschiedenste Art und Weise unsere Aufmerksamkeit erhaschen.
Viel zu viel für unseren Kopf!
Lauschen Sie zwischendurch auch mal der Natur?
Ich persönlich verzichte, so oft es geht, auf meinen täglichen Wegen meist völlig auf Musik.
Es ist erstaunlich, dass man dann auch das Zwitschern der Vögel, das Rauschen der Bäume oder das sanfte Plätschern eines kleinen Bachs wieder wahrnimmt.
Doch meist ist unser Alltag so vollgepackt, dass Musik zu einer Art Dauerrauschen wird. Sicher summen wir vielleicht ab und zu ein Lied im Radio mit, aber richtig singen?
Dazu haben wir doch eigentlich gar keine Zeit!
Und genau das ist der Fehler!
Im Grunde ist es nämlich ganz einfach: wir brauchen weder Noten, besonderes Können, einen Proberaum oder eine besondere Zeit.
Singen Sie während Sie die Spülmaschine ausräumen, während des Putzens oder unter der Dusche!
Keine Angst: selbst, wenn Sie der Meinung sind gar nicht singen zu können – und glauben Sie mir: singen kann jeder! – dann nehmen Sie sich solche Momente in denen Sie alleine sind, z.B. beim Auto fahren.
Niemand wird Sie für schiefe Töne kritisieren, Hauptsache Sie versuchen es und merken hoffentlich wie viel Spaß das macht.
Dabei ist es völlig egal ob Sie einen Schlager, eine traurige Ballade oder irgendeinen Pop-Song trällern.
Hauptsache: Sie singen!
Doch warum ist das Singen nun so wichtig?
Punkt 1: Singen macht GLÜCKLICH!
Es bessert unsere Stimmung und schüttet sogar Glückshormone aus.
Das bedeutet, dass Stresshormone automatisch abgebaut werden.
Zusätzlich wird die Zirbeldrüse stimuliert – das kann einen besseren Schlaf bewirken.
Punkt 2: Singen ist LEBENSVERLÄNGERND!
Forscher haben bereits vor 30 Jahren herausgefunden, dass die Lebenserwartung durch tägliches Singen gesteigert wird.
Punkt 3: Singen STÄRKT die ABWEHRKÄRFTE!
Unser Immunsystem wird durch tägliches Singen gestärkt, besonders in der Erkältungszeit ein toller, zusätzlicher Effekt.
Vorsicht: sollten Sie bereits erkältet sein ist, ist singen tabu, da es die Stimmbänder zu sehr belastet.
Stattdessen sollten Sie summen. Das schont den Rachen, löst den Schleim und pflegt Ihre Stimme.
Punkt 4: Singen STÄRKT das NERVENSYSTEM!
Jeder kennt das: Stress an der Arbeit, Stress mit den Kindern oder in der Familie und dann bleibt auch noch das Auto liegen oder das Fahrrad hat einen Platten.
Der Druck nimmt zu, wir fühlen uns gehetzt und in die Enge getrieben, Der Atmen wird flacher, während unser Herz immer schneller schlägt und unser Blutdruck ansteigt.
Vielen schlägt der Stress zusätzlich noch auf den Magen.
Genau DANN sollten Sie den Stress nachträglich dämpfen.
Sicherlich werden Sie Ihrem bockenden Kind nun kein Lied vorsingen wollen oder dem Mann vom Pannendienst.
Doch sobald Sie die Möglichkeit dazu haben, sollten Sie genau dies tun, denn das Singen sorgt dafür das wir viel tiefer Ein- und Ausatmen.
Versuchen Sie jetzt – während Sie meinen Beitrag lesen – einmal tief Luft zu holen. Die meiste Luft wird sicher erstmal in die Brust fließen, doch viel besser ist es ganz tief in den Bauch zu atmen, so wie es Sänger machen!
Also ein neuer Versuch, konzentrieren Sie sich auf Ihre Bauchdecke und atmen Sie ganz tief in den Bauch ein.
Toller Effekt: der Blutdruck sinkt wieder, der Puls wird langsamer und angespannte Muskeln können sich nun wieder lockern.
Punkt 5: Singen ist gut für den KREISLAUF!
Allerdings erst nach 10 bis 15 Minuten lauten Singens.
Das schaffe selbst ich nicht immer im Alltag, aber bereits 2-3 Minuten machen einen Unterschied!
Punkt 6: Singen wirkt SCHMERZLINDERND!
Dies ist tatsächlich mein absoluter Lieblingspunkt!
Singen wirkt in der Tat schmerzlindernd: als ich damals schwanger war, plagten mich häufig drückende Kopfschmerzen.
Eine Kopfschmerztablette zu nehmen, wollte ich zwingend umgehen.
Da fiel mir ein Heil-Mantra aus einem Yoga-Kurs ein, den ich vor Jahren einmal besucht hatte.
Gesucht, gefunden, gesungen: die Schmerzen verschwanden wie durch Magie von selbst!
Konnte ich Sie überzeugen nun öfters zu singen?
Also: kurz geräuspert, das erstbeste Lied im Kopf gefunden und los geht´s…
Versuchen Sie doch mal eine 5-Tages-Challenge: jeden Tag für mindestens 5 Minuten singen!
Und schreiben Sie mir gern Ihre Erfahrungen dazu unter mandy@alltagsmagie.de
Beste Grüße, Mandy